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17.03.2009

Pittsburgh gewinnt Super Bowl

Mit einem spektakulären Touchdown-Catch 35 Sekunden vor Spielende krönte Wide Receiver Santonio Holmes seine Leistung in Super Bowl XLIII. "Als wir den Spielzug im Huddle angesagt haben, da wusste ich, dass wir gewinnen werden. Ich wusste, dass es mein Play wird", sagte Holmes nach dem Spiel. Für seinen entscheidenden Touchdown zum 27:24 wurde der 24-jährige Passempfänger zum Super Bowl MVP, zum herausragenden Akteur des Finalspiels ernannt. Wobei es auf beiden Seiten des Balles, bei beiden Teams auch so manch anderen, mindestens ebenso würdigen Leistungsträger gab, der dem Endspiel ebenfalls seinen Stempel aufdrückte.
So zum Beispiel Larry Fitzgerald, Wide Receiver der Arizona Cardinals, der nur zwei Minuten vor Holmes? eingesprungenem Touchdown-Catch, mit einem unglaublichen "Run after Catch" die erstmalige Führung für die Außenseiter herbeigeführt hatte. Fitzgerald, die neue Lichtgestalt der Liga, der mit seinen beiden Touchdowns im vierten Quarter die vermeintliche Wende im Spiel einleitete und der am Ende doch mit leeren Händen vom Platz ging. "Es tut weh, wenn man alles gibt, um ein bereits verloren geglaubtes Spiel noch zu wenden. Wenn einem das gelingt ? und man am Ende doch noch verliert."
Noch Mitte des dritten Quarters waren die Arizona Cardinals - bis zu dieser Saison eines der erfolglosesten Teams der Liga - mit bis zu dreizehn Punkten im Rückstand gelegen. Bereits beim letzten Spielzug der ersten Halbzeit hatten viele Zuschauer in dem mit 72.774 Plätzen restlos ausverkauften Raymond James Stadium in Tampa Bay die frühe Vorentscheidung zu sehen geglaubt: Arizonas Quarterback Kurt Warner hatte sein Team beim Spielstand 7:10 bis vor die Endzone der Steelers geführt - die vermeintliche Führung der Cardinals und der anschließende neuerliche Ballbesitz für die Underdogs nach der Pause lagen in der Luft. Doch Warner warf an der Goal Line eine Interception in die Arme des besten Verteidigers des Jahres: James Harrison - der den Ball in Folge über hundert ruppige Yards bis zum Touchdown retournierte.
Eines der besten Plays der Super-Bowl-Geschichte. Und ein gewaltiger Schock für Super-Oldie Warner, der anschließend bis zum vierten Quarter brauchte, um sich davon wieder zu erholen. Der mittlerweile 37-jährige Super Bowl Champion des Jahres 2000, damals noch mit den St. Louis Rams, scheiterte denkbar knapp am zweiten Titelgewinn bei seiner dritten Finalteilnahme. Seinem Gegenüber, Steeler-Spielmacher "Big Ben" Roethlisberger, gelang dieses Kunststück hingegen bereits beim zweiten Anlauf und im vergleichsweise zarten Alter von nur 26 Jahren.
Die Pittsburgh Steelers sind nun mit sechs Super-Bowl-Siegen alleiniger Rekord-Champion der National Football League. Noch vor den Dallas Cowboys und den San Francisco 49ers mit jeweils fünf Titeln. Für die Arizona Cardinals war es die erste Super-Bowl-Teilnahme im 110. Jahr ihres Bestehens! Die Hoffnung auf eine kürzere Wartezeit bis zum nächsten Einzug ins große Endspiel der NFL bleibt als Trost. In Österreich feierten tausende Fans das Sporthighlight bei unzähligen Super Bowl Parties in Wien und vielen anderen football-begeisterten Gemeinden. Am Wiener Küniglberg freute man sich zudem über zeitweise bis zu 200.000 Fernsehzuschauer und damit über eine neue Rekordeinschaltquote bei einer NFL-Liveübertragung im ORF. (Hier die Einschaltquoten laut TELETEST im Detail: http://www.afboe.at/37.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=864&tx_ttnews[backPid]=8&cHash=71f966fd1d)
Super Bowl XLIII
1. Februar 2009, Raymond James Stadium, Tampa Bay, Florida
Pittsburgh Steelers defeat Arizona Cardinals - 27:24
Super Bowl MVP: Santonio Holmes (WR)
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